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Pressemitteilung vom 24.09.2026
„Gift für den hessischen Wohnungsmarkt“
Haus & Grund Hessen kritisiert Konsequenzen aus neuem Gutachten zu angespannten Wohnungsmärkten
Darmstadt/Wiesbaden, 24. September 2026 – Eine „sehr schlechte Nachricht für den hessischen Wohnungsmarkt“ nennt Younes Frank Ehrhardt, Geschäftsführer von Haus & Grund Hessen, die Ergebnisse des neuen Gutachtens zu angespannten Wohnungsmärkten. Das hat ergeben, dass von 421 hessischen Städten und Gemeinde nunmehr 71 einen angespannten Wohnungsmarkt aufweisen und damit unter die Mieterschutzverordnung fallen – statt bisher 49.
„Eine Mietpreisregulierung wie die Mieterschutzverordnung ist Gift für jeden Wohnungsmarkt. Sie schreckt Investoren ab und ist damit ein großer Hemmschuh für Schaffung von neuem Wohnraum – und das gerade dort, wo er so dringend gebraucht wird“, sagt Younes Frank Ehrhardt, Geschäftsführer von Haus & Grund Hessen. „Dass nun noch mehr Kommunen im Land davon betroffen sein sollen, sind sehr schlechte Nachrichten für den hessischen Wohnungsmarkt. Da hilft der beste Bauturbo nichts.“
Die Landesregierung solle vielmehr die Regelung gänzlich abschaffen, fordert Ehrhardt, denn sie erziele ohnehin nicht den gewünschten Erfolg. „Nach zehn Jahren Mieterschutzverordnung ist weder für Mieter noch für Vermieter in Hessen eine nennenswerte Verbesserung der Situation in Sicht. Schleswig-Holstein hat vor fünf Jahren die Mietpreisbremse abgeschafft – ohne negative Auswirkungen im Vergleich zu anderen Bundesländern.“
Haus & Grund Hessen kritisiert zudem die Vorgehensweise der Landesregierung: Im vergangenen Jahr hatte sie die Mieterschutzverordnung um ein Jahr verlängert, ohne die Grundlage eines Gutachtens. Ein solches hatte zwar vorgelegen, wurde aber nicht berücksichtigt. Wie bekannt wurde, sollte demnach Frankfurt nicht mehr zum Kreis der Städte mit angespanntem Wohnungsmarkt gehören, während Gießen neu hinzugekommen wäre. Das Wirtschaftsministerium gab eine neue Untersuchung in Auftrag, deren Ergebnisse nun berücksichtigt werden sollen. „Hier entsteht der starke Eindruck, dass man so lange Gutachten beauftragt, bis eine Methode entwickelt wird, die ein politisch gewünschtes Ergebnis ermittelt“, so Ehrhardt. „Um mehr Investitionen in Wohnraum anzureizen, braucht es jedoch verlässliche Politik und weniger Regulierung.“
