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Pressemitteilung vom 09.07.2010
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Bio-Tonne: Raus aus der Sonne!

Der Sommer ist endlich da und jedes Jahr kommt damit einhergehend das gleiche Problem. Es mieft am Müllplatz, egal ob der sich vor, neben oder hinter dem Haus befindet. Spitzenreiter beim Ekelfaktor ist dabei zumeist die Bio-Tonne für die Aufbewahrung organischer Rückstände bis zur Leerung und Abfuhr.

 

Die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Hessen rät hierzu:

 

Die Behälter einfach nur weit weg vom Haus zu positionieren hilft wenig.

Wenn die räumlichen Verhältnisse Standort-Alternativen überhaupt zulassen, genießt oberste Priorität die Vermeidung direkter Sonneneinstrahlung auf die Müllbehältnisse. In der prallen Sonne beginnt manche Mülltonne - und nicht nur solche für Bio-Abfälle – regelrecht zu leben. Natürliche Abbauprozesse werden durch die Einwirkung der Sonnenwärme beschleunigt und verstärkt. Also gilt es in erster Linie, die Tonne am Schwitzen zu hindern, indem - wie auch immer - für Beschattung gesorgt wird.

 

Die Geruchsbelästigung ist noch nicht einmal die schlimmste Beeinträchtigung des Wohlbefindens. Richtig ekelhaft wird es, wenn einem beim Anheben des Deckels bereits Maden entgegen krabbeln oder Schimmelpilzwolken entweichen. Während ersteres nur lästig ist, kann letzteres gesundheitsschädlich oder sogar lebensbedrohlich wirken.

 

Zum Ritual des sommerlichen Rasenmähens muss es gehören, das feuchte Schnittgut nicht sogleich in die Tonne zu stopfen, sondern vorher trocknen zu lassen und erst dann einzukippen, wenn anderweitige Verwendung bzw. Entsorgung nicht darstellbar ist. Gleiches gilt für sonstige Gartenabfälle und Pflanzenrückschnitt.

 

Die Gefahr von Madenbefall lässt sich vermeiden oder zumindest reduzieren, wenn feuchte Küchenabfälle in Beutel verpackt oder in Zeitungspapier eingewickelt werden.

 

Außerdem sollte die Tonne immer geschlossen gehalten werden. Ein offener oder auch nur gekippter Tonnendeckel lädt Fliegen und sonstige Insekten zur Eiablage in der Tonne regelrecht ein. Aus den Eiern entwickeln sich dann binnen kurzer Zeit Maden, die im warmen Halbdunkel auf ein reichhaltiges Nahrungsangebot zurückgreifen können, das ihnen optimale Entwicklungsmöglichkeiten bietet.

 

Wer trotz aller Vorsichtsmaßnahmen mit Schimmel, Gestank und Maden zu kämpfen hat, sollte nach der nächsten Leerung mit Hochdruckreiniger oder scharfem Wasserstrahl aus dem Gartenschlauch zu Werke gehen und den betroffenen Behälter damit gründlich reinigen, rät Haus & Grund.

 

Biotope sollten ruhig auch weiterhin angelegt und geschützt werden, nur eben nicht in der Mülltonne.

 

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